Freiluftmuseum und Ausstellung

Eine Präsentation über den aktuellen Stand des Projektes Salinenpark

 

 

 

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Reichenbachpumpe kommt nach Traunstein

Gendorfer Reichenbachpumpe wechselt Besitzer

Einen erfreulichen Termin hatte Oberbürgermeister Christian Kegel am Mittwoch, 19.Juli. im Chemiewerk Gendorf zu absolvieren. Zusammen mit dem Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf Herrn Dr. Bernhard Langhammer unterzeichnete er den Schenkungsvertrag für eine komplett erhaltene und funktionstüchtige Reichenbach'sche Solehebemaschine. Die Maschine geht in den Besitz der Stadt Traunstein über und wird rechtzeitig zum 400 jährigen Jubiläum der Soleleitung Reichenhall-Traunstein im neuen Salinenpark aufgestellt. Die Stadt Traunstein und der Landkreis werden dieses Jubiläum mit einer Festwoche vom 2. bis 11. August 2019 begehen.  Fast 60 Jahre war die Reichenbach’sche Wassersäulenmaschine im Chemiepark GENDORF aufgebaut. Jetzt wechselt sie Standort und Besitzer: Zur geplanten 400-Jahr-Feier der Soleleitung Reichenhall-Traunstein hat InfraServ Gendorf der Stadt Traunstein die Reichenbachpumpe als Geschenk überschrieben. Noch in diesem Jahr wird sie nach Traunstein gebracht.  Heute sind nur noch wenige der mehrere Tonnen  schweren Pumpen zu bestaunen, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Einsatz waren. Darüber, was 1959 den damaligen Werkleiter Dr. Karl Huttner bewogen haben mag, eine der außer Dienst gestellten Reichenbachpumpen zu erwerben und im damaligen Werk GENDORF zu installieren, gibt es keine Aufzeichnungen. Dr. Karl Huttner hat sich auf jeden Fall sehr für die oberbayerische Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Entwicklung interessiert – so auch für das Reichenhaller Salzwesen. Hierzu schrieb er einen eigenen Fachbeitrag, der sogar 1960 in einer Monats-Zeitschrift veröffentlicht wurde. Tatsache ist allerdings auch, dass Salz wichtiger Rohstoff für die PVC-Produktion ist, die zu Hutters Zeiten in Gendorf systematisch ausgebaut wurde. Im Gespräch war damals auch eine Soleleitung von Reichenhall nach Gendorf zu bauen, um den Salzbedarf im Werk Gendorf abdecken zu können. Mit der Planung dieser Leitung  wurde damals der Traunsteiner Bergbauingenieur Anton Grassler beauftragt.

 

Historisches Kleinod in Gendorf

Aufgebaut wurde die Reichenbachpumpe im Werk 1959 in einem eigens dafür gebauten, in Größe und Aussehen den ehemaligen Brunnhäusern gleichenden Gebäude. Die Pumpe selbst stammte von Bergham, einer Pumpstation südlich des Chiemsees an der Leitung zwischen Traunstein und Rosenheim. Eine Renovierung des Pumpengebäudes und der Pumpe selbst fand 1979/1980 unter Verantwortung des damaligen Chefingenieurs und Direktors der Technischen Abteilung Dr. Johannes Schurig statt. Die Pumpe selbst war funktionstüchtig und konnte einen Springbrunnen in einem nahegelegenen Feuerlöschteich betreiben. 2007 wurde der Betrieb eingestellt. weil der Löschteich einem Gebäude weichen musste.

 

 

 

 

 

 

 


Die Wassersäulenmaschine vom Brunnhaus Bergham

Ein Film von Dieter Paesold, Burgkirchen

 
Über 60 Jahre lang als technik-geschichtliches Schaustück im Chemiewerk Gendorf


 

 


Das Reiffenstuel-Denkmal im Salinenpark.

Anmerkungen zum Design und zur Materialbeschaffenheit der Reiffenstuel‘schen Solepumpe.Daten zur Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein aus: Heinrich Kurtz, Deutsches Museum, Beitrag zur Technikgeschichte Bayerns, 46. Jahrgang 1978.

Reiffenstuel berechnete für seine Solepumpen einen maximalen Soledurchsatz von 5 Röhrl (salinarische Maßeinheit) pro Tag was einer Durchflussmenge von 82 Kubikmeter Sole entsprach (Kurtz, S. 93). Die tatsächliche Leistung schwankte allerdings erheblich. An manchen Tagen schafften die sieben Pumpen nur 2 bis 3 Röhrl. Die Salzproduktion der Saline Traunstein erreichte in der Mitte des 17. Jahrhunderts Jahresdurchschnittswerte zwischen 4300 und 4700 Tonnen.

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Der lange Weg zum Salinenpark 


Im Jahr 1619 nahm in Traunstein die neue Saline ihren Betrieb auf. Die benötigte Sole kam aus Bad Reichenhall. Mit dem Bau der Leitung beauftragte Herzog 
Maximilian I. seinen Hofbaumeister Hans Reiffenstuel dem er „zutraute, das Wasser über das Gebirge zu führen“. Es wurde ein technisches Meisterwerk.

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Warum haben wir für den Salinenpark gekämpft?

(Dieses Rundschreiben ging an Entscheidungsträger der Stadt Traunstein)

Sehr geehrte . . .

aus verschiedenen Gesprächen und Mails haben wir den Eindruck gewonnen, dass unsere Aktivitäten — durch einen Park den freien Blick auf die historischen Salinengebäude zu schaffen — nicht immer richtig verstanden wird. Aus diesem Grund wollen wir mit diesem Text die Gelegenheit nutzen, Missverständnisse und Fehlinformationen über unsere Ziele zu korrigieren und nach Möglichkeit auszuräumen. 

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